Der Physiologe Edmund Jacobson führte in den 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts in Harvard wissenschaftliche Untersuchungen zur Entspannung durch. Von diesen Ergebnissen ausgehend, entwickelte Jacobson 1938 die Methode der PME, welche mittlerweile die am häufigsten angewendete und am besten untersuchte Entspannungstechnik darstellt.

Ausbalancierte Steine als Bogen vor dem Meer

Das Ziel

Das zentrale Ziel dieses Entspannungsverfahrens ist die willentliche und kontinuierliche Reduktion von Spannung (Kontraktion) einzelner Muskelgruppen des Bewegungsapparats. Die Person soll bewusst wahrnehmen lernen, welche ihrer Muskeln verspannt, also kontrahiert sind, um dann zu wissen, wo sie sich entspannen soll.

So funktioniert die Übung

Diese Technik ist eine aktive, d. h. die übende Person arbeitet aktiv mit ihrer willkürlichen Muskulatur, indem sie einzelne Muskelgruppen für eine Dauer von fünf bis sieben Sekunden (Variante nach Bernstein & Borkovec) aktiv anspannt und danach versucht, diese Muskelgruppe für eine Dauer von 45 bis 60 Sekunden bewusst zu entspannen.

Die Instruktionen sind so aufgebaut, dass alle Muskelgruppen des Bewegungsapparates von den oberen und unteren Gliedmaßen über den Rumpfbereich bis hin zur Kopfregion an- und entspannt werden.

Es geht in den Anspannungsphasen nicht darum, möglichst intensive Kontraktionen durchzuführen, sondern im Gegenteil, möglichst subtile und geringfügige Anspannungen einzelner Muskelgruppen wahrnehmen zu lernen, um das Individuum für geringe Veränderungen kleinster Muskelanspannungen zu sensibilisieren.